Lochplatte

Eine Lochplatte (skelettierte Platte); ist ein Prothesengerüst bzw. ein großer Verbinder für eine 
Prothese im Oberkiefer, bestehend aus einem ventralen und einem dorsalen Gaumenband, bei dem große Anteile der Gaumenfalten und des mittleren Gaumenbereich freibleiben. Wenn das ventrale und dorsale Gaumenband bei einer Modellgussprothese sehr schmal gehalten wird, lassen sich nur Schaltlücken versorgen, die vollständig parodontal abgestützt sind. Zur Versorgung von Freiendlücken muss das dorsale Gaumenband sehr breit sein, damit das Gerüst sich nicht einlagert. Lochplatten sind sehr biegesteif.

lingual

lingual: nach der Zungenseite, zungenwärts; zur Zunge gehörend. Der Begriff wird in der 
Zahntechnik/Zahnmedizin sowohl für den Unter- als auch für den Oberkiefer im Sinne von oral (der Mundhöhle zu) verwendet. Für den Oberkiefer kann der Begriff palatinal (gaumenwärts) synonym benutzt werden.

Legierungen

Legierungen (lat.); sind Verbindungen oder Mischungen verschiedener Metalle und auch Nichtmetalle (z. B. Kohlenstoff) in unterschiedlicher Zusammensetzung. Man unterscheidet nach der Zahl der Legierungskomponenten Zweistoff-, Dreistoff-, Vierstoff- und Mehrstoff-L. (binäre, ternäre, quaternäre und höhere L.); die überwiegende Komponente wird Grund- oder Basismetall bezeichnet (z. B. Goldbasisl., Palladiumbasisl., Nickelbasisl. u.a.m.). Die Legierungskomponenten werden zusammengeschmolzen, zusammengesintert (Metallpulver; Pseudolegierungen) oder durch Diffusion zusammengebracht. Durch das Legieren lassen sich die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Ausgangsmetalle verändern, so dass sich bestimmte günstige Eigenschaften des Grundmetalls gezielt verbessern, wie die Festigkeit, Zähigkeit, Duktilität, Dehnbarkeit, Elastizität, Korrosionsfestigkeit, Farbe, Biokompatibilität und die Verarbeitungseigenschaften. Im kristallinen Zustand können die Legierungskomponenten unvermischt, als Mischkristalle von zwei oder mehreren Komponenten, als intermediäre oder intermetallische Verbindungen auftreten. Nach der Art ihrer Weiterverarbeitung unterscheidet man Guss-L., die sich nur durch Gießen verarbeiten lassen, oder Knet-L., die eine verformende Bearbeitung ermöglichen. Atome, die in Legierungen beteiligt sind, ändern ihre chemischen Eigenschaften nicht. L. lassen sich für bestimmte technische Verarbeitungsverfahren konzipieren, z. B. aushärtbare Aufbrennlegierungen, die nach notwendigen zahntechnischen Arbeitsabläufen erst ihre endgültigen physikalischen und chemischen Gütewerte erreichen. Reine Metalle können im zahnärztlichen Bereich wegen ihrer unzureichenden mechanischen Eigenschaften nur in Ausnahmefällen verwendet werden. Zu diesen Ausnahmen gehören z. B. das in besonderer Weise aufbereitete Feingold, mit dem kleine Kavitäten gefüllt werden oder Folien aus Gold, Platin und Zinn.

Logan-Krone

Eine Logan-Krone (M.Logan, amer. ZA, 1844-1885); ist eine konfektionierte Stiftkrone aus Keramik mit festeingesetztem Stift, für die der Zahnstumpf der Krone angepasst wurde.